Von Urteilen und Vorurteilen – Gedankensalat Reihe

Wer kennt es nicht? Es gibt immer wieder Menschen die uns auf unserem Lebensweg begegnen, welche für sich selbst das Recht in Anspruch nehmen, nicht beurteilt werden zu wollen und als einzigartiger Mensch mit all seinen Facetten wahrgenommen zu werden. Die eigene Meinung sollte verstanden und akzeptiert werden und das Verhalten natürlich auch.

Interessanterweise sind es aber dann auch genau die Menschen, die über Andere recht schnell Urteile fällen und diese ohne zu hinterfragen kund tun.

Wieso fällt es Menschen generell so schwer einfach andere SEIN zu lassen? Menschen einfach anzunehmen wie sie sind? Wer sind wir denn, dass wir glauben unsere Meinung hat soviel mehr Wert als die Meinung des Anderen? Und warum müssen wir zu einfach jedem Thema eine Meinung haben? Hören wir auch noch zu in Gesprächen oder Chats? oder warten wir eher darauf, dass wir reden bzw. tippen können um die eigene Meinung kund zu tun?

Wieso denken wir immer Alle in gut und böse? wer pflanzt und ein was gut und böse ist? Wer legt das fest?

Wenn man danach sucht wird man nichts finden, denn es gibt keine Definition was gut und böse ist.

Wieso müssen wir denn eigentlich immer alles beurteilen?

Und die vielleicht wichtigste Frage… wie vermittle ich meinem Kind, dass es so sein darf wie ist, wenn ich alles Andere ständig in Frage stelle und be- oder verurteile?

Kindern lernen in erster Linie durch Nachahmen. Sie sehen wie wir uns verhalten und übernehmen dies.

Es ist gerade wenn man Kinder ( oder auch Hunde) hat schon witzig, wieviele Menschen sich ungefragt das Recht herausnehmen, einem zu erklären, was richtig und falsch (=gut oder böse nur in andere Form gepresst).

Natürlich wissen es die Kinderlosen (Hundelosen) noch dazu am besten, sie haben es ja irgendwo im Freundeskreis oder bei den Eltern gesehen 😉

Zu diesem Punkt muss ich sagen, dass ich nicht die Person bin, die Kinderlosen dies unter die Nase reibt, denn auch sie haben einen Recht auf ihre Meinung und auch ich selbst habe bevor ich Kinder hatte, über manche Situationen anders gedacht als jetzt. Das kommt dann mit der Erfahrung und vor allem dem täglichen Zusammenleben. Es ist schon was anderes, wenn ich das Kind von jemand anderen für ein paar Stunden sitte, am Wochenende sehe oder mal einen Urlaub mit verbringe, als wie wenn ich 24/7 Std. mein eigenes Kind neben mir habe.

Überraschenderweise gibt es nämlich kein Patentrezept für Kinder, genauso wenig wie für Erwachsene oder für Hunde. Jeder Mensch ist nämlich einzigartig und anders. Was bei manchen funktioniert, klappt woanders gar nicht.

Man kann Kinder übrigens auch gut durch Hunde ersetzen in den obigen Beispielen, ist bei der Hundeerziehung genau das Gleiche.

Vielleicht sollten wir alle mehr reflektieren, bevor wir ungefragt unsere Meinung zu jedem Thema der Welt äußern. Wenn jemand um Hilfe oder Rat bittet, kann man seine eigene Erfahrungswerte sicher kund tun, ansonsten habe ich vor allem in den letzte Wochen gelernt mir einen Spiegel vorzuhalten und mich immer zu hinterfragen, was ich in der Situation des anderen wollen würde…

Ich halte es hier mit den drei Sieben und nehme diese auch für alle anderen Lebensbereiche an:

– Ist es wahr, was ich sagen möchte?
habe ich eigene Erfahrungswerte dazu (kein Freunde von Freunden von Freunden haben gesagt, das hilft, so muss es sein etc.)

– Ist es gut, was ich sagen möchte?
wenn du nicht sicher bist, ob es wahr ist, ist es gut? hat es einen positiven Effekt, etwas weiterzuerzählen?

– Ist es notwendig, es weiterzuerzählen?
bringt es dem Gegenüber oder mir etwas Positives?

So viel Text, so viele Fragen…

Aber wie immer gilt ALLES WIRD GUT WEIL ES SCHON IMMER GUT WAR…

PS: Ja ich tue meine Meinung hier auch kund, ist ja auch mein BLOG. Sprich niemand muss sich angegriffen fühlen oder meine Meinung übernehmen, das ist mein ganz persönlicher Gedankensalat, den ich hier festhalte um mich auch immer wieder selbst dran zu erinnern.