Kindergartensuche – Kindergartenplatz gefunden

Leonid war im April 2 Jahre alt und eigentlich hätte er im September noch in Rechnitz in den Kindergarten begonnen. Durch den Umzug haben wir uns dann entschlossen ihn nicht die paar Tage einzugewöhnen und wieder rauszureissen.

Da im Dezember wieder eine Veränderung ansteht, wollten wir jedoch schauen, ob wir einen passenden Platz in absehbarer Zeit finden ansonsten wäre er noch ein Jahr zu Hause geblieben.

Die Suche nach dem Kindergarten gestaltete sich nicht so schlimm wie von allen Seiten prophezeit wurde. Oft habe ich gehört, dass man ja in Wien schon ab der 8. Schwangerschaftswoche einen guten Platz suchen muss.

Wir haben diesmal darauf vertraut, dass sich der perfekte Platz für uns zeigen wird und wir hatten keinen Termindruck. Die perfekten Voraussetzungen.

Im direkten Umfeld gibt es 4 Kindergärten einer gleich auf der gegenüberliegenden Seite neben der Kirche. Leonid ist nicht getauft und auf Anfrage wurde uns mitgeteilt, dass dies auch nicht Voraussetzung ist. Mit diesem Kindergarten hatte ich schon vor unserem Umzug Kontakt aufgenommen. Nun in direkter Geräuschnachbarschaft fand ich ihn nicht mehr sooooo prickelnd. 3 weitere hab ich kontaktiert.

Einer fiel mir ganz besonders ins Auge, ein süßer recht kleiner Kindergarten der nach Maria Montessori und Emmi Pikler ausgerichtet ist. Schon am nächsten Tag bekamen wir einen Anruf und machten einen Besichtigungstermin für Freitag aus.

Unser Besichtigungstermin lief dann folgendermaßen ab 🙂

Wir kamen rein und wurden recht freundlich begrüßt, der ganze Kindergarten ist sehr hell und freundlich und natürlich kindergerecht eingerichtet.

Der Kindergarten arbeitet nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell.

Wie auch schon in Rechnitz ist Leonid zur nächsten Tür hat sie aufgemacht und ging gleich zu einer Gruppe rein *gg*.

Da es nicht seine war, haben wir ihn natürlich wieder rausgeholt. Leonid wächst zweisprachig auf (Deutsch und Russisch) somit begann er später zu reden, redet aber eben zweisprachig. Wir haben uns entschieden ihn noch ein Jahr in die Kleinkindergruppe zu geben bis er 3 Jahre alt ist, um ihn sprachlich noch etwas Zeit zu geben. Somit ist er der lila Gruppe zugeteilt. Dorthin gingen wir auch gleich nachdem wir sahen, dass er so gar keine Berührungsängste hatte. Das gleiche Spiel wie zuvor, Tür auf und mittendrin statt nur dabei.

Er ist jetzt keiner der sich wichtig macht oder im Mittelpunkt stehen muss, ganz im Gegenteil, aber er hat null Berührungsängste und geht in neue Situationen sehr offen rein (wieder etwas, was wir von ihm lernen können).

Nun sollte die Führung weitergehen aber Leonid war so beschäftigt mit Spielen, und die Leiterin kurz ratlos, denn normalerweise entfernen sich die Eltern und das Kind wird unruhig. Leonid nicht, er blieb also gleich in der Gruppe und spielte fröhlich mit während wir uns den Außenbereich, die anderen Räume und Betreuer ansahen. Da er so happy war und sich wohlzufühlen schien gingen wir auch gleich zum Vertrag über. Wieder war die Leiterin etwas ratlos, ob er denn nun mitkommen solle ins Büro oder in der Gruppe bleiben. Seine Betreuerin in der Gruppe fand, dass er sich gleich so gut integriert hat und gut beschäftigt ist, dass er bleiben soll, sollte er uns suchen sind wir ja nicht weit weg. Er hat uns auch die weitere halbe Stunde Vertragsunterfertigung nicht vermisst, sodass ich ein sehr gutes Gefühl habe, was den heutigen ersten Eingewöhnungstag angeht.

In 1 Stunde geht es los!