Laternenfest

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Es ist eine schöne Tradition für die Kinder, sogar ich kann mich noch an das Laternenfest im Kindergarten erinnern, auch wenn der Hintergrund dieses Umzugs zur damaligen Zeit eigentlich nebensächlich war.

Auch heute weiß kaum mehr jemand, wieso dieser Umzug stattfindet und was es mit den Martinstag auf sich hat. Den meisten Burgenländern sagt es vielleicht noch mehr, da der HL. Martin der Landespatron des Burgenlands ist und wer sich dafür interessiert, kann hier die Geschichte nachlesen.

Während der Laternenzug niemanden weh tut, find ich das Massenabschlachten von Gänsen etwas barbarisch. Es ist für mich eigentlich kein Grund zum Feiern und da ich seit Jahren kein Fleisch esse, lasse ich diesen Brauch selbstverständlich aus.

Für unsere deutschen Nachbarn ist der 11.11. wieder mit ganz anderen Sachen besetzt, so beginnt die „närrische Zeit“ und in manchen Städten wird da schon recht extrem gefeiert.

In England wird an diesem Tag Rememenbrance Day gefeiert zu Ehren der Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Am 11.11.1918 wurden die Waffenstillstandserklärung unterzeichnet und somit die Kriegshandlungen des Ersten Weltkriegs als beendet erklärt.

Hauptsächlich in Asien aber auch in immer mehr Teilen der Welt wird der 11.11. aber nun auch schon als Tag der Singles gefeiert. In China hat er sich zum größten Onlineshoppingtag entwickelt.

Aber zurück zum Laternenfest im Kindergarten. Unser Kindergarten in Wien hat das auch für die Kleinsten wunderschön gestaltet. Tagsüber haben die Kinder für ein kleines Buffet am Abend kleine Pizzaschnecken und Muffins gebacken, die Woche davor schon ihre Laternen bemalt und beklebt. Empfangen wurden wir in den Räumen der Gruppe die schon recht festlich dekoriert war und die Kinder haben gemeinsam mit den Betreuerinnen drei Lieder gesungen, danach ging es auf den Dachgarten, wo ein Buffet und Tee zur freien Verfügung standen, den Abschluss fand die Veranstaltung dann vor dem Kindergarten wo ein kleiner Laternenumzug stattfand.

Leonid war mit Freude dabei, vor allem auch weil Mama und Papa dabei waren 😉

Da meine Eltern es verabsäumt haben, irgendwelche Erinnerungsstücke für uns aufzuheben, hat Leonid eine eigene Box, wo ich vieles sammle. So kam auch die Laterne sowie die selbstgebastelte Einladung zum Laternenfest in die Box.

Eingewöhnung Woche 2

Wenn man das Kind nach 2 Stunden Kindergarten fragt, ob es nach Hause will und es mit „NJET“ antwortet, scheint es sich im Kindergarten wohl zu fühlen 😉

Unser Leonid spricht Deutsch und Russisch und wechselt auch ganz gerne mal die Sprachen zwischendurch. Auch im Kindergarten haben die Mädels schon eine Russischstunde von ihm bekommen und wissen nun, dass er mit „bits“ trinken meint und „mjeatch“ ein Ball ist sowie „kalossa“ Reifen 😛

Heute ist er gleich in die Gruppe marschiert war super drauf und wollte gleich gar nicht mehr nach Hause gehen. Es scheint ihm echt Spaß zu machen und wider Erwarten fällt es auch mir nicht schwer ihn dort zu lassen, da ich weiß er ist super gut aufgehoben.

Ab morgen steht die Verabschiedung direkt am Gruppenraum an und ich werde dann für 15-30 Minuten in der Garderobe warten und mal sehen wie es ihm geht und ob er mich überhaupt vermisst 🙂 Ich freue mich jedenfalls, dass er nicht so sehr leidet wie ich das bei anderen Kindern zur Eingewöhnung gerade mitbekomme. Er ist so ein offener fröhlicher kleiner Kerl. Mein kleiner großer Lausbub *sovielliebe*

Kindergartensuche – Kindergartenplatz gefunden

Leonid war im April 2 Jahre alt und eigentlich hätte er im September noch in Rechnitz in den Kindergarten begonnen. Durch den Umzug haben wir uns dann entschlossen ihn nicht die paar Tage einzugewöhnen und wieder rauszureissen.

Da im Dezember wieder eine Veränderung ansteht, wollten wir jedoch schauen, ob wir einen passenden Platz in absehbarer Zeit finden ansonsten wäre er noch ein Jahr zu Hause geblieben.

Die Suche nach dem Kindergarten gestaltete sich nicht so schlimm wie von allen Seiten prophezeit wurde. Oft habe ich gehört, dass man ja in Wien schon ab der 8. Schwangerschaftswoche einen guten Platz suchen muss.

Wir haben diesmal darauf vertraut, dass sich der perfekte Platz für uns zeigen wird und wir hatten keinen Termindruck. Die perfekten Voraussetzungen.

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Tag 3 im Selbstversuch

Ich bin noch Tag 3 schuldig, 🙂

Der gestrige Tag begann mit einer kleinen Mama/Auszeit für mich und einem wunderschönen Morgenlauf.

Schon am Rückweg vom Laufen hat es zugezogen und der Wind hat ordentlich aufgefrischt. Also ab nach Hause und einen frischen Kaffee getrunken. Da Andrej Leonid beaufsichtigt hat, kam er nicht wirklich dazu etwas zu trinken oder essen während ich laufen war.

Leonid kommt etwas nach mir was das Aufstehen und Aufwachen angeht. Augen auf und wir sind voll da. Andrej braucht hingegen mindestens eine Stunde.

Damit der arme Mann also nicht verhungert gab es falsche Eierspeis, bestehend aus Tofu den wir zerbröseln und dann in der Pfanne mit Öl anbraten, curcuma darüber und Salz und Pfeffer fertig.

Nachmittags gings dann in den Tierpark Herberstein mit einer alten Freundin und ihrem Sohn. Wir haben es geschafft wirklich die letzten Personen im Park zu sein. Sogar das Personal war schon weg als wir zum Ausgang kamen 😉

 

Wir waren erst gegen 19 Uhr zu Hause und so hat sich das Essen wiederholt. Es gab Kartoffeln in Spalten und Kürbis aus dem Ofen.

Ausgaben an Essen : Null

Das Leben ändert sich…

Nach fast drei Monaten mit Leonid kann ich klar sagen, JA das Leben ändert sich.

 

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Wenn man schwanger ist, wird einem soooooo viel vorab erzählt, unter anderem  warnen viele vor dem Schlafentzug, „schlaf solange du noch kannst“ ist einer der lieb gemeinten Ratschläge, genauso wie „nimm dir Zeit fürs Wochenbett“

Vielleicht bin ich eine Ausnahme, aber von sowas wie Schlafentzug habe ich gar nicht zu berichten.

Leonid schläft im Familienbett und wird vollgestillt, somit entfällt das nächtliche Aufstehen und Fläschchen zubereiten, da er jederzeit gestillt werden kann. Das macht es nicht nur für ihn sondern auch für mich wesentlich angenehmer.

Interessant finde ich auch immer wieder die Frage „schläft er schon durch?“. Die wird einem gestellt, sobald das Baby auf der Welt ist und wird von Woche zu Woche wiederholt….

Ganz verstehe ich den Sinn nicht dahinter.
Durchschlafen gilt wohl irgendwie als geheime Superkraft oder etwas was unbedingt so schnell als möglich „funktionieren“ sollte. Ich selbst schlafe in den seltensten Fällen durch. Hin und wieder muss ich zur Toilette *gg* und ich habe generell einen sehr leichten Schlaf, sprich, sobald sich Mann, Hund oder Kind bewegen bin ich munter.

Um die Frage aber zu beantworten, NEIN er schläft noch nicht durch. Wir gehen meistens so gegen 20-20:30 Uhr ins Bett und er wird so gegen 3 Uhr morgens mal munter, wird gestillt und danach schläft er wieder bis 6,7 oder 8 Uhr morgens je nachdem.

Was wir hingegen sehr sehr gerne machen ist der tägliche Mittagsschlaf. Ein liebgewonnenes Ritual. Leonid schläft und ich liebe es ihn einfach zu beobachten oder ich lese oder mir fallen selbst die Augen zu. Es ist eine so wunderbare Zeit in der ich nicht auf die Uhr schauen muss, Termindruck habe und einfach nur im hier und jetzt und mit meinem Kind leben darf.

Leonid wächst bedürfnisorientiert auf… und ich sehe meine und unsere Zukunft eher im Vorleben als im Befehlston und Sätzen wie „das macht man doch nicht“.

Viel mehr hinterfrage ich mich selbst viel öfter und in vielen Dingen.

Zum Thema Wochenbett: Da kann ich ehrlich gesagt auch nicht mitreden. Als Leonid geboren wurde waren wir schon mitten im Umzugsstress, somit gab es so etwas wie ein Wochenbett für uns gar nicht. Ich hatte auch nicht das Bedürfnis tagelang im Bett zu liegen.

Ich hatte eine Spontangeburt und Leonid kam als hintere Hinterhauptslage zur Welt, also sogenannter Sternengucker. Ich habe von Anfang an bei der Geburt auf Schmerzmittel oder PDA verzichtet, da ich das Erlebnis der Geburt bewusst miterleben wollte. Auch die nicht so einfache Lage des Juniors war kein Grund davon abzuweichen.

Ich konnte jedoch auch gleich nach der Geburt aufstehen und mich normal bewegen und konnte mich glücklich schätzen, dass ich nicht das Gefühl von Erschöpfung oder Kreislaufprobleme hatte.

Tagelanges liegen und mich bekochen, bewirten lassen oder zum Nichtstun verdonnert zu sein kam daher für mich nicht in Frage. Da bin ich auch nicht der Typ dafür.

Dies ist aber wohl von Frau zu Frau unterschiedlich und hat keinerlei Wertung. Auch die Frage, ob mit Schmerzmittel oder PDA spontan entbunden wird, ist keine Wertung. So unterschiedlich wir Menschen sind, so unterschiedlich ist auch das Schmerzempfinden.

 

JA das Leben ändert sich und bin sehr froh, dass es sich so geändert hat. Ich könnte mir mein Leben ohne den kleinen Knirps nicht mehr vorstellen.

Er lehrt mich soviel! Durch ihn lerne ich auch sehr viel über mich selbst und wenn er sowie jetzt gerade neben mir liegt und im Schlaf lächelt ist meine kleine Welt einfach nur perfekt ❤