Schon ein Monat um

..und Zoya ist da, wie wenn sie schon immer hier her gehört hätte. Kaum zu glauben, dass schon wieder ein Monat um ist.img_20200123_080311

Zugegeben 2 Kinder im unterschiedlichen Alter sind nicht immer einfach zu handeln. Schon gar nicht bedürfnisorientiert.

Ich bin stolz auf Leonid, der sich nicht „als vom Thron verstoßen“ fühlt und so sehr auf seine Schwester achtet. Er ist auch nicht eifersüchtig, da er genau weiß wie viel er mir/uns bedeutet und er muss auch nicht zurückstecken.

Wenn Zoya gewickelt wird, hilft er mit, wenn sie gestillt wird, lesen wir ein Buch und er kuschelt im anderen Arm. Er lernt auch immer besser sich auszudrücken, auch wenn er die Sprachen oft wechselt 😛 es kann schon vorkommen, dass er von Englisch auf Russisch und dann auf Deutsch wechselt und man raten muss, was er gerade meint, aber er macht soviel Spaß und Freude.

Der krasse Gegensatz im Moment. Ein total hilfloses kleines Menschlein und ein Kleinkind, das jeden Tag selbständiger wird.

Er weiß zb. schon besser als sein Papa wie man eine Waschmaschine bedient und wie der Staubsauger funktioniert.

Aber auch die ungeschönte Wahrheit aus dem Mamaleben: gestern zb. wollte ich mir 20 Min. Badezeit gönnen. DENKSTE

Kind 1 rennt herum, Papa haut die Nerven weg, Kind 2 weint, weil es eben ein Baby ist und die das hin und wieder machen.

Ende vom Lied, Kind 1 kommt zuerst in die Badewanne zu Mama, spielt mit seinen Booten und wird dann vom Papa weiterbespaßt während Kind 2 zu Mama auf den Bauch kommt in die Wanne und weil es so schön ist, alles laufen lässt, was muss. Sprich einmal ordentlich angepinkelt und angekackt… jaaaaa auch das gibt es im ungeschönten Mama DASEIN 😀

Mit Erholung und Ruhe im Bad war also nichts, aber als ich dann später im Bett ein Kind links und eines rechts im Arm hielt, wusste ich wieder wieso Mama sein auch was wunderschönes ist 🙂

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Und bald steht schon wieder Weihnachten vor der Tür…

Alle Jahre wieder.. und wie jedes Jahr, geht es irgendwie an uns vorbei 😉

Vor allem dieses Jahr, wo so viele aufregende Sachen passiert sind, sich soviel verändert und nach wie vor in Veränderung ist, ist Weihnachten noch nicht wirklich angekommen in unseren Köpfen. Ich hab eigentlich erst gestern bewusst darüber nachgedacht, als ich die Einladung für den Mini-Chef des Hauses und mich zur Weihnachtswerkstatt im Kindergarten erhalten habe.

Kekse backen wir auch unterm Jahr gemeinsam, Geschenkemarathon ist hier nicht, wir haben Leonid auch nichts von eine Christkind etc. vorgelogen bisher. Es ist ein bisschen eine Gratwanderung. Ihm den Sinn von Weihnachten zu erklären und was laut Kirche an diesem Tag passiert ist, dafür ist er noch zu jung, vor allem sind wir auch nicht sonderlich religiös. Ihm von einen blonden Wesen zu erzählen, dass Geschenke für ihn bringt find ich auch nicht soooo berauschend und den Weihnachtsmann auf dem Coca Cola Truck können wir hier gar nicht brauchen 🙂

Einen Baum draußen abzuschneiden um ihn 2 Wochen in die Wohnung zu stellen und danach auf einen Sammelplatz zu werfen ist jetzt auch nicht das, was mir unter Weihnachten vorschwebt und so werden wir uns wie auch die Jahre zuvor und noch kinderlos nicht vom Weihnachtswahnsinn anstecken lassen.

Was wir Leonid jedoch erklärt und gezeigt haben ist, dass wir Kleidung aussortiert haben und diese in eine Obdachloseneinrichtung gebracht haben. Wir haben ihm schon jetzt erklärt, dass es Menschen gibt, denen es schlechter geht und die wir unterstützen können, unabhängig von Weihnachten oder sonstigen Feiertagen. Er hat auch Spielzeug, mit dem er nicht mehr spielt aussortiert um es den Kindern dort zu schenken, denn leider gibt es viel mehr obdachlose Familien als man glaubt.

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Laternenfest

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Es ist eine schöne Tradition für die Kinder, sogar ich kann mich noch an das Laternenfest im Kindergarten erinnern, auch wenn der Hintergrund dieses Umzugs zur damaligen Zeit eigentlich nebensächlich war.

Auch heute weiß kaum mehr jemand, wieso dieser Umzug stattfindet und was es mit den Martinstag auf sich hat. Den meisten Burgenländern sagt es vielleicht noch mehr, da der HL. Martin der Landespatron des Burgenlands ist und wer sich dafür interessiert, kann hier die Geschichte nachlesen.

Während der Laternenzug niemanden weh tut, find ich das Massenabschlachten von Gänsen etwas barbarisch. Es ist für mich eigentlich kein Grund zum Feiern und da ich seit Jahren kein Fleisch esse, lasse ich diesen Brauch selbstverständlich aus.

Für unsere deutschen Nachbarn ist der 11.11. wieder mit ganz anderen Sachen besetzt, so beginnt die „närrische Zeit“ und in manchen Städten wird da schon recht extrem gefeiert.

In England wird an diesem Tag Rememenbrance Day gefeiert zu Ehren der Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Am 11.11.1918 wurden die Waffenstillstandserklärung unterzeichnet und somit die Kriegshandlungen des Ersten Weltkriegs als beendet erklärt.

Hauptsächlich in Asien aber auch in immer mehr Teilen der Welt wird der 11.11. aber nun auch schon als Tag der Singles gefeiert. In China hat er sich zum größten Onlineshoppingtag entwickelt.

Aber zurück zum Laternenfest im Kindergarten. Unser Kindergarten in Wien hat das auch für die Kleinsten wunderschön gestaltet. Tagsüber haben die Kinder für ein kleines Buffet am Abend kleine Pizzaschnecken und Muffins gebacken, die Woche davor schon ihre Laternen bemalt und beklebt. Empfangen wurden wir in den Räumen der Gruppe die schon recht festlich dekoriert war und die Kinder haben gemeinsam mit den Betreuerinnen drei Lieder gesungen, danach ging es auf den Dachgarten, wo ein Buffet und Tee zur freien Verfügung standen, den Abschluss fand die Veranstaltung dann vor dem Kindergarten wo ein kleiner Laternenumzug stattfand.

Leonid war mit Freude dabei, vor allem auch weil Mama und Papa dabei waren 😉

Da meine Eltern es verabsäumt haben, irgendwelche Erinnerungsstücke für uns aufzuheben, hat Leonid eine eigene Box, wo ich vieles sammle. So kam auch die Laterne sowie die selbstgebastelte Einladung zum Laternenfest in die Box.

Eingewöhnung Woche 2

Wenn man das Kind nach 2 Stunden Kindergarten fragt, ob es nach Hause will und es mit „NJET“ antwortet, scheint es sich im Kindergarten wohl zu fühlen 😉

Unser Leonid spricht Deutsch und Russisch und wechselt auch ganz gerne mal die Sprachen zwischendurch. Auch im Kindergarten haben die Mädels schon eine Russischstunde von ihm bekommen und wissen nun, dass er mit „bits“ trinken meint und „mjeatch“ ein Ball ist sowie „kalossa“ Reifen 😛

Heute ist er gleich in die Gruppe marschiert war super drauf und wollte gleich gar nicht mehr nach Hause gehen. Es scheint ihm echt Spaß zu machen und wider Erwarten fällt es auch mir nicht schwer ihn dort zu lassen, da ich weiß er ist super gut aufgehoben.

Ab morgen steht die Verabschiedung direkt am Gruppenraum an und ich werde dann für 15-30 Minuten in der Garderobe warten und mal sehen wie es ihm geht und ob er mich überhaupt vermisst 🙂 Ich freue mich jedenfalls, dass er nicht so sehr leidet wie ich das bei anderen Kindern zur Eingewöhnung gerade mitbekomme. Er ist so ein offener fröhlicher kleiner Kerl. Mein kleiner großer Lausbub *sovielliebe*

Das Bio Kistl

Einer der Vorteile wieder in Wien zu wohnen ist mein geliebtes Bio Kistl von Adamah (unbezahlte Werbung weil Namensnennung und Verlinkung)

Irgendwie ist es ja schon verwunderlich, dass man Bio Obst und Gemüse nur verpackt im Geschäft kaufen kann. Regional zu kaufen fällt sowieso schon sehr schwer, wenn in dem Geschäft ums Eck statt österreichischen Äpfeln, welche aus Südafrika angeboten werden.

Mit den Bio Kisten von Adamah hingegen kann man nicht viel falsch machen und die Auswahl ist sehr groß. Wir haben uns für die ersten Wochen für das Mutter-Kind Kistl entschieden und sind schnell von Medium auf Large gewechselt 😉

Vor allem die Weintrauben waren heiß begehrt. Man kann auch Gemüse tauschen oder extra bestellen.

Natürlich stellt sich die Frage wieso bestellen und nicht selbst im Bio Geschäft kaufen. Ganz einfach, der nächste Bioladen ist 50 Minuten Fußmarsch von mir entfernt und mit Kinderwagen ist es etwas mühsam zugegeben (abgesehen von den sonstigen Umständen, dazu bald mehr).  Somit ist die Bestellung ein guter Kompromiss.

Nach dem Umzug ins Burgenland war ich etwas enttäuscht, dass es nirgendwo in der Nähe einen Ab – Hof Verkauf gab. Mittlerweile gibt es aber auch da einige Alternativen, dank der Plattform „Nachhaltig im Burgenland“ gibt es da eine schöne Auflistung, wo man was regional kaufen kann.

Angekommen in der neuen Wohnung

Wir sind vorige Woche Sonntag mit der ersten großen Fuhre gesiedelt und eine weitere Fahrt steht uns morgen Samstag bevor.

Es war eine sehr ereignisreiche Woche und es geht auch noch etwas stressig weiter aber bald kehrt Ruhe ein.

Das Beitragsbild zeigt unseren neuen Ausblick aus dem Wohnzimmer bzw. dem Garten. Ich bin voller Dankbarkeit, dass sich der Traum vom Garten endlich verwirklicht hat. Gut- noch verdient er eine andere Bezeichnung, aber schon bald wird es wirklich ein schöner Garten werden.

Heute haben wir sogar einen Kindergarten für Leonid gefunden; dazu kommt aber ein eigenes Posting.

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Nomadenleben

Outing! Ich siedel GERNE! 🙂

Meine Familie nennt mich eine Nomadin. Also jetzt nicht eine von der gerade überaus hippen digitalen Nomadenseite sondern eine die es nie sehr lange an einen Platz aushält. Manche sagen auch ich wäre getrieben.

Getrieben stimmt jetzt für mich nicht. Niemand treibt mich außer mir selbst. Ich mag es auch zu verweilen, an Orten und Plätzen an denen ich mich wohl fühle kann ich gerne sitzen bleiben und genießen. Aber ich habe auch kein Problem was Neues zu beginnen.

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planen, planen und nochmals planen…

Es ist ja irgendwie immer aufregend was Neues zu beginnen und wenn es auch viele Menschen gibt, die es hassen zu siedeln, ich mag es irgendwie. Nicht das Siedeln selbst, sondern das herrliche Gefühl, wenn man es sich halbwegs eingerichtet hat und sich dann gemütlich auf die Couch setzt und langsam „ankommen“ kann.

Natürlich ist es auch nicht immer ganz günstig zu siedeln und manches muss neu angeschafft werden.

Wir verwenden größtenteils das bereits vorhandene und da wir uns ja sogar um 1 Zimmer reduzieren (ein Hoch auf den Minimalismus *g*) wird einiges der vorhandenen Möbel verkauft bzw. verschenkt. Wir nehmen wirklich nur das Notwendigste mit. Wie das mit Kindern so ist, häuft sich im Laufe der Zeit eh sicher wieder genug an 😉 Das EDV Zimmer weniger wird dann durch einen recht großen Garten ersetzt. Kein schlechter Deal wie ich finde 🙂

Die Küche wird geringfügig umgebaut, das heißt wir benötigen nur eine neue Arbeitsplatte und einen neuen Unterschrank für die Spüle und den Geschirrspüler da der Wasseranschluss anders ist als in unserer jetzigen Wohnung.

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gekündigt…auf zu neuen Ufern

Wir haben die Wohnung hier fristgerecht gekündigt, jetzt ist es also offiziell..

Auch der Kindergarten hier wurde schon verständigt, dass Leonid nun doch nicht beginnt Anfang September und die neuen von uns auserwählten Kindergärten an der neuen Wohnadresse wurden schon mal angeschrieben, wie es abläuft und ab wann Plätze frei sind.

Der für uns nächste Kindergarten wäre gleich gegenüber bei der Kirche. Allerdings ist ein Glaubensbekenntnis keine Voraussetzung…. yayyy

Wir haben Leonid aus mehreren Gründen (noch) nicht taufen lassen. Er darf sich dann ganz alleine und selbst entscheiden, wie er das mit der Religion halten möchte.

Hier wird jedoch derzeit geplant und der Umzug schön langsam organisiert. Der Umzugstag kommt bekanntlich schneller als man glaubt und es gibt noch einiges zu erledigen….